****** 1975 leiteten die Four Seasons mit der Single und dem Album „Who Loves“ ein glanzvolles Comeback ein. Mit „December 1963 (Oh What A Night)“ landeten sie gar einen ihrer größten Hits. Die Zeit Mitte der 70er Jahre schien einfach reif für die Four Seasons, zumal sie ihren Sound der Zeit, sprich leichten Discosound, angepaßt hatten. Aber während zur gleichen die Bee Gees in der Publikumsgunst ganz oben standen und zum ganz großen Schlag ausholten, war das Comeback der Four Seasons nur von kurzer Dauer. Bereits 1977 schien es so, als hätte ein Comeback der Gruppe nie stattgefunden. Dabei veröffentlichten Frankie Valli, Bob Gaudio, Don Ciccone, Gerry Polci, John Paiva und Lee Shapiro in diesem Jahr mit „Helicon“ eine LP, die „Who Loves You“ von der Qualität in keiner Weise nachstand. „Down The Hall“ war dazu auserkoren, als Singles an die Erfolge von „Who Loves You“, „December 1963 (Oh What A Night)“ und „Silver Star“ anzuknüpfen. Obwohl dieses Stück ein echter Ohrwurm ist, floppte es gewaltig. Es wurde nur in den USA ein Hit und das auch nur mit einer Plazierung auf den hinteren Rängen. Überhaupt ist das ganze Album eine Paradebeispiel dafür, daß sich Qualität nicht immer durchsetzen kann. „Helicon“ enthält neben dem prächtigen „Down The Hall“ mit „If We Should Our Love“, „Let’s Get It Right“, „Long Ago“, „Rhapsody“, „Helicon“, „Put A Little Away“, „New York Street Song (No Easy Way)“ und „I Believe In You“ acht weitere Titel, von denen jeder für sich eine prächtigen Singletitel abgegeben hätte. Der nicht gerade kommerziell große Erfolg von „Helicon“ ändert nichts an der Tatsache, daß das Album eine der besten Popproduktionen des Jahres 1977 ist, das dem geneigten Hörer mitreißend gespielte und gesungene Musik bietet. Freunden anspruchsvoller Popmusik aus der zweiten Hälfte der 70er Jahre kann man dieses prachtvolle Album nur wärmstens empfehlen. |